Naturverträglich unterwegs

Der Reiz des Bergsports wird in großem Maße durch das Naturerlebnis geprägt. Wir geben Tipps, wie Sie beim Wandern und Bergsteigen Rücksicht auf Natur und Umwelt nehmen:

Wege benutzen
Benutzen Sie bitte die markierten Weg – vor allem, wenn es sich um ein Wald- und Moorgebiet handelt. Das ist nicht nur bequemer, sondern auch im Sinne einer wohldurchdachten Lenkung durch ökologisch sensible Flächen.

Abkürzer vermeiden
Kleine Abkürzungen oder Abschneider an Wegkehren haben manchmal große Auswirkungen: Je nach geologischem Untergrund und Hangneigung kann sich aus einer harmlosen Verletzung der Grasnarbe eine Erosionsrinne und schließlich eine großflächige Bodenzerstörung entwickeln. Dies kann örtlich zur Bedrohung von Wanderwegen oder gar zu deren Zerstörung führen.

Abseits der Wege – nur ausnahmsweise
Wenn schon mal ein Abstecher abseits der Wege und üblichen Routen gewagt wird, dann bitte nur außerhalb von Schutzgebieten und oberhalb der Baumgrenze. Wanderer abseits von Wegen oder außerhalb der üblich frequentierten Tageszeiten können unter Wildtieren erhebliche Unruhe verursachen. Das trifft vor allem im Herbst und in den leider immer häufigeren schneearmen Wintermonaten zu.

Müll wieder mitnehmen
Keinen Müll zu hinterlassen, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Nehmen Sie bitte auch kompostierbare Speisereste wieder mit ins Tal, denn unter den im Gebirge herrschenden Bedingungen geht der biologische Abbau viel, viel langsamer voran!

Pflanzen schonen
Pflanzen sollte man besser fotografieren anstatt sie zu pflücken. Das ist nicht nur ein Beitrag zum Artenschutz! Auch der nächste Wanderer kann sich dann noch an der Blumenpracht erfreuen.

Nur zu Fuß auf die Hütte
Hüttenversorgungswege werden von einem sportlichen und umweltbewussten Wanderer weder mit dem eigenen Pkw noch mit dem Taxi befahren.

Gegenseitige Rücksicht
Sollten Sie Ihre Wanderung mit dem Fahrrad kombinieren, dann beachten Sie, dass Fußgänger immer Vorfahrt haben. Meiden Sie schmale Wege zu „Stoßzeiten“ wie Feiertage und Wochenende.

Vorsicht auf Almweiden
Das Durchqueren einer Almweide mit einem Hund kann die Kühe sehr beunruhigen. Vorsicht ist vor allem bei Muttertierhaltung geboten! Die Rinder reagieren auf einen Hund aggressiv. Ein offengelassenes Weidegatter ärgert nicht nur den Almbauern, sondern kann auch die Weidetiere in ernste Gefahr bringen.

Weidegatter schließen
Nach dem Durchqueren einer Alm bitte nicht vergessen, das Weidegatter wieder zu schließen.

Freies Betretungsrecht
In den Alpen gilt in aller Regel ein Betretungsrecht der freien Landschaft. Das heißt, dass „zum Zwecke der Erholung das Betreten der Flur jedermann auf eigene Gefahr gestattet ist“.

Eingeschränktes Betretungsrecht in Schutzgebieten
Das Betretungsrecht kann mit einem Wegegebot in Schutzgebieten eingeschränkt werden z.B. in Nationalparks, Naturschutzgebieten oder Wildschutzgebieten, Ruhegebieten (Österreich), Wald-Wild-Schongebieten (Schweiz).

Campieren und Biwakieren in den Bergen

Zelten und Biwakieren in den Bergen, 30 kb

Zelten und Biwakieren in Oesterreichs Bergen, 174 kb

Nicht in Wiesen und Feldern
Wiesen und Felder dürfen in der Nutzzeit nur auf Wegen betreten werden.

Hunde an die Leine
In den meisten Schutzgebieten müssen Hunde an der Leine geführt werden.

Für mehr Informationen, besuchen Sie den Bereich „Natur und Umwelt“ der offizielle Seite des Deutschen Alpenvereins: www.alpenverein.de/natur-umwelt/

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